CMP-Onboarding: die 8 besten Tools

Um den Informationspflichten nachzugehen und den Nutzer der Website darüber zu informieren, welche Cookies verwendet werden, müssen Sie vorerst detektieren, welche Cookies und Technologien auf den Webseiten verwendet werden.
Doch wie finden Sie dies am besten heraus?
Um Ihnen dabei ein wenig unter die Arme zu greifen, haben wir Ihnen die 8 besten Tools herausgesucht.

Die 8 besten Tools

Wappalyzer

Wappalyzer ist ein plattformübergreifendes Dienstprogramm, das die Technologien aufdeckt, die auf einer Seite verwendet werden. Es ist in JavaScript geschrieben und kann auf jedem Betriebssystem verwendet werden, das Node.sj verwendet.

Durch Wappalyzer können consent management systeme, e-commerce-Plattformen, web-framework Analysetools etc. erkannt werden. Auch gibt es Ihnen eine detaillierte Auskunft über die verwendeten Cookies.
Dies geschieht über APIs und Datensätze.
Wappalyzer kann entweder als eigenständige Anwendung oder als Modul integriert werden.

BuiltWith

Durch BuiltWith erhalten Sie die Möglichkeit, eine detaillierte Auskunft über die technischen Bestandteile hinter der Domain zu erhalten. Darüber hinaus kann das Tool auch aufdecken, welche Techniken verwendet werden, welche Software zum Einsatz kommt und welche Werbeanbieter in die Homepage eingebettet wurden.

Darüber hinaus können Sie Informationen über die aktuelle Nutzungsstatistik im Bereich der Webtechnologien erhalten.
Manche Services sind jedoch nur nutzbar, wenn ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird.

Ghostery

Mit dieser Erweiterung für den Webbrowser können Sie auf einer Website verwendete Cookies und Technologien aufspüren und diese blockieren. Dadurch kann der Aufbau der Internetseite beschleunigt werden, wodurch die Ladezeit der Website minimiert wird und die Website übersichtlicher gestaltet werden.

Die Ghostery Erweiterung können Sie für alle gängigen Webbrowser erhalten. Allerdings basiert der Scan nicht auf Echtzeit-Daten, wodurch auch Skripte angezeigt werden können, die nicht direkt von der Website stammen, sondern von einigen Widgets. Dies kann eine verzerrte Analyse zur Folge haben.

Entwicklerkonsole

Um herauszufinden, welche Cookies auf der Website verwendet werden, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, mit der Entwicklerkonsole des Browsers (Firefox und Google Chrome) zu arbeiten. Hier muss jedoch darauf geachtet werden, dass der Cache und die Cookies erst gelöscht werden, um ein korrektes Ergebnis zu generieren.

Vor allem in Verbindung mit einer der genannten Methoden kann die Detektion der Cookies über die Entwicklerkonsole eine sehr zuverlässige und sofortige Methode zur Analyse von Cookies sein.
Diese Methode kommt ganz ohne Download eines externen Dienstes aus.

Wie öffne ich die Entwicklerkonsole in meinem Browser?

Nachdem Sie den Cache und die Cookies gelöscht haben, können Sie zwei Tastenkombinationen verwenden, um die Entwicklerkonsole zu öffnen.

  • Rufen Sie die Website im Chrome-Browser auf, von der Sie die Informationen abrufen wollen.
  • Drücken Sie nun entweder [F12] oder die Tastenkombination [Strg]+[Umschalt]+[J]. Falls Sie einen Mac nutzen, gilt die Tastenkombination [⌘]+[Optionstaste]+[J].
  • Über den Reiter „Console“ haben Sie nun die Möglichkeit, Fehlermeldungen auszulesen oder eigene Befehle einzugeben, um die Seite zu testen.

Beachten Sie auch hier, dass der Cache und die Cookies im Vorfeld gelöscht werden müssen.

  • Rufen Sie die Website im Firefox-Browser auf, von der Sie die Informationen erhalten wollen.
  • Drücken Sie nun entweder [F12] oder die Tastenkombinationen [Strg]+[Umschalt]+[J] oder [Strg]+[Umschalt]+[I]. Falls Sie von einem Mac auf die Entwicklerkonsole zugreifen wollen, gelten die Tastenkombinationen [⌘+[Optionstaste]+[I] oder [⌘]+Optionstaste]+[J].
  • Hier lassen sich nun die Fehlermeldungen und Warnungen auslesen. Diese können nach „CSS“, „Javascript“, „Sicherheit“ und „Logbuch“ sortiert und ausgewertet werden.

Usercentrics

Beinhaltet einen umfassenden (und vor allem: regelmäßigen) Scan Ihrer Website, mit dem die auf Ihrer Domain eingesetzten Technologien überprüft werden. So gibt dieser Scan Auskunft darüber, welche Technologien geladen werden, welche Cookies in der Domain integriert sind und in welche Länder personenbezogene Daten versendet werden.

Mit Hilfe dieser Informationen können Sie später Fehler umgehen, die häufig im Umgang mit der Nutzung von Cookies auftreten.
Es besteht die Möglichkeit, eine Demo-Version zu nutzen.

CookieMetrix

CookieMetrix ist ein Onlinescan, mit dem Sie Einsicht in die von Ihrer Website installierten Cookies haben, bevor der Webseitenbesucher zustimmt. Nachdem Sie die zu prüfende URL in die Suchleiste eingegeben haben, wird diese untersucht.

Die Analyse ist dann für die eingegebene Webseite gültig. Wenn Sie jedoch eine Analyse der gesamten Website haben wollen, müssen Sie die PRO-Version erwerben. In der frei verfügbaren Version erhalten Sie die Informationen darüber, ob die Webseite Cookie-Banner eingebaut hat, Third-Party-Cookies betreibt und ob eingebaute Cookies vorhanden sind.

Darüber hinaus erhalten Sie eine Einschätzung über die Kompatibilität der Webseite zum EU-Cookie-Recht. Hier geht's zur Cookiebox-Analyse.

Request Map

Dieses Tool hilft bei der Detektion von Third-Party-Cookies. Auf der Website lässt sich die jeweilige URL eingeben, die dann ohne ein notwendiges Download oder anfallende Kosten gescannt wird. Die Request-Map verwendet die Initiator-, Refer- und Redirect-Daten, um herauszufinden, woher jede Anfrage kommt.
Die Auswertung ist hier nicht tabellarisch, sondern grafisch ausgelegt.

Ein Beispiel:

  • Bei einer Eingabe von „youtube.de“ wird folgende Auswertung angezeigt:
cmp-onboarding

Hier können Sie erkennen, dass die Root-Domain youtube.com den größten Teil des gesamten Seitengewichts ausmacht. Jedoch verwendet die Website darüber hinaus Domain-Sharing für eine Reihe von CDN-Domains (gelb), um die Leistung für Kunden mit hoher Bandbreite zu maximieren.

Klicken Sie auf einen der angezeigten Kreise, haben Sie die Möglichkeit, die Anzahl der verwendeten Bytes oder die Ladezeit der jeweiligen Domain einzusehen.

Darüber hinaus ist die Länge der Pfeile auf der Karte (die Verbindung zwischen den einzelnen Kreisen, die die Domains darstellen) proportional zur mittleren Reaktionszeit dieser Domain.
Demnach sind Kreise, die weiter von der Root-Domain entfernt sind, auch weiter von der Erfahrung des Kunden entfernt.

Cookiebox

Bei diesem Scan kann die zu prüfende URL einfach in die Suchleiste auf der Website eingegeben werden – das Herunterladen einer weiteren Applikation ist nicht notwendig.
Die eingegebene Domain wird dann auf verwendete Cookies und Technologien untersucht.

In der Auswertung kann der Nutzer dann eine detaillierte Liste einsehen, die die beinhalteten First-Party-Cookies sowie Third-Party-Cookies auflistet und weitere Informationen zu den detektierten Technologien liefert. Kostenfrei.

Was nun?

Nachdem Sie nun die auf Ihrer Domain verwendeten Cookies detektiert haben, müssen diese identifiziert werden (manche Tools beinhalten diese Funktion). Denn nur so kann Auskunft darüber gegeben werden, ob die Cookies und verwendeten Technologien datenschutzrechtlich unbedenklich sind.

Darüber hinaus muss klargestellt werden, ob der Webseitenbetreiber in der Informationspflicht über die verwendeten Cookies ist.

Ihr Ansprechpartner: Jörg ter Beek

Privatsphäre aus Prinzip

Weitere Informationen zu Jörg ter Beek finden Sie auf seinem XING-Profil oder LinkedIn-Profil.