Cortina Consult

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Compliance-Brief · KW 19/2026

Guten Tag,

der 2. August 2026 rückt näher – und mit ihm die erste Pflicht aus dem EU AI Act, die Unternehmen jeder Größe direkt trifft: die KI-Kennzeichnungspflicht. Was jetzt konkret zu tun ist. — Ihr Cortina-Team

KI-Verordnung

KI-Kennzeichnungspflicht: Was ab August 2026 gilt

Ab dem 2. August 2026 müssen Unternehmen offenlegen, wenn KI im Spiel ist – ob beim Chatbot, im Marketingbild oder im automatisierten Text. Artikel 50 des EU AI Acts macht die Kennzeichnung zur Pflicht. Wer jetzt nicht vorbereitet ist, riskiert empfindliche Bußgelder.


Bildschirm mit KI-Zeichen und Symbolen für sichere KI-Nutzung

Viele Unternehmen glauben, der EU AI Act sei vor allem ein Thema für KI-Entwickler. Das stimmt nur halb. Betreiber – also jedes Unternehmen, das ein KI-System im eigenen Betrieb einsetzt – tragen ab dem 2. August 2026 konkrete Pflichten nach Artikel 50. Die Regel ist eindeutig: Wer KI mit Kundenkontakt einsetzt oder KI-generierte Inhalte veröffentlicht, muss kennzeichnen. Das gilt für Chatbots im Kundenservice, KI-generierte Produktbilder, automatisierte Marketingtexte und Deepfakes gleichermaßen.

Die Anforderungen sind konkreter als viele erwarten. Die Kennzeichnung muss vor der Interaktion oder Wahrnehmung erfolgen – ein Hinweis im Kleingedruckten reicht ausdrücklich nicht. Hinzu kommt die Maschinenlesbarkeit: eingebettete Metadaten oder digitale Wasserzeichen sind Pflicht, nicht Kür. Wer KI-Richtlinien und Freigabeprozesse noch nicht angepasst hat, läuft Gefahr, dass einzelne Mitarbeitende Kennzeichnungspflichten schlicht vergessen – mit handfesten Konsequenzen.

Der erste Schritt ist eine strukturierte KI-Inventur: Welche Systeme sind im Einsatz, welche erzeugen öffentlich wirksame Outputs? Wer dieses KI-Inventar jetzt aufbaut, legt gleichzeitig die Grundlage für die weiteren Anforderungen des EU AI Acts ab 2027.

Unsere Empfehlung: Starten Sie jetzt mit der Inventur Ihrer KI-Systeme und prüfen Sie, welche Anwendungen unter Artikel 50 fallen. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit einem KI-Audit.

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Die KI-Kennzeichnungspflicht funktioniert nur, wenn alle Mitarbeitenden wissen, was wann zu tun ist. Das Compliance Hub LMS weist Schulungen automatisch zu und dokumentiert Nachweise lückenlos.

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Zuweisen
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Schulen
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Nachweisen

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Kennzahl der Woche

Wer KI nutzt, muss bald kennzeichnen

36%

Unternehmen nutzen KI

88%

davon im Kundenkontakt

53%

rechtlich unsicher

Mehr als jedes dritte Unternehmen setzt KI bereits ein – fast alle davon im Kundenkontakt. Genau dort greift ab August 2026 die Kennzeichnungspflicht. Und die Hälfte fühlt sich rechtlich noch nicht sicher.

Quelle: Bitkom, Studie „Künstliche Intelligenz 2025″, September 2025

Abstrakte Darstellung von zwei symmetrischen, halbkreisförmigen Formen, die miteinander verbunden sind und Cortina Consult Logo rot mit Schrift

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Jörg ter Beek
Jörg ter Beek
Datenschutzexperte & CEO

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